Einstufiger Realisierungswettbewerb zur 8. Landesgartenschau Sachsen

Wettbewerb:
Teilnahme, 2. Rundgang
Planung:
2015

KONZEPTIDEE

Aus der Analyse der landschaftlichen und städtebaulichen Potentiale und der Inspiration aus der örtlichen Topographie und natürlicher Gewässer entwickelt sich die Struktur des Landschaftsraums, die Vernetzung in die Stadt sowie die Räumlichkeit und Örtlichkeit für Interaktionen.

Der geplante Gartenschauweg soll die historische Innenstadt mit dem langgestreckten Landschaftsraum der Zschopauaue und des Mühlbachtals auf eine schlüssige Weise verknüpfen. Der Bachlauf des Mühlbaches mit seinen neuen Öffnungen sowie der Etablierung naturnaher Erlebnisorte an der Zschopau unterstützen das Ziel durchgängig vernetzte Freiräume zu schaffen.
Das kraftvolle übergeordnete freiräumliche Konzept im Landschaftsraum und Siedlungsbereich definiert klar die Dimension der Gartenschau und lässt vielfältige Ausgestaltungen der Ausstellungsbausteine der Gartenschau zu. Die Strukturen der Ausstellungsfächen werden sich dynamisch und anmutig entlang des Erlebnisweges und der Wasserläufe bewegen und so die drei Elemente Bachtal, mittelalterliche Stadt und Flussaue in Szene setzen.

EIN WILD ROMANTISCHES TAL

Das über die Jahre frei von Eingriffen Entstandene soll in seiner wild romantischen Erscheinung bewahrt und durch die Maßnahmen der Gartenschau erlebbar gemacht werden. Es ist daher das Anliegen, diesen landschaftlich wertvollen Bestand zu schützen, ihn als Gegenpol zur wenig grünen Innenstadt Frankenbergs zu entwickeln und in seiner besonderen Topographie in Szene zu setzen. Möglich machen das zwei ganz unterschiedliche Wegeführungen: Auf der Höhe des freigelegten Mühlgrabens und direkt am Bachlauf in der Aue. Der Höhenweg bietet ein erhabenes Flanieren bei gewisser Distanz, er ist das Fenster in die Aue.
Der Talweg, welcher auch als Radverbindung dient, ist mit seinen drei Metern Breite der Begegnungsraum. Der direkte Wasserkontakt zum renaturierten Bach lässt spannende Naturbeobachtungen zu und macht das Biotop erlebbar.

LICHT UND WEIT: DER DEICHPARK

Die langfristige Reparatur des gestörten Landschaftsbildes von einem verstellten Industriegefüge hin zum öffentlichen Park macht den Ort wieder erlebbar. Regional wird er als neuer Baustein des Zschopauradweges betrachtet.
Während das Mühlbachtal zu einem wild-romantischen Naturraum wird, bestimmen im Deichpark offene Wiesen und lichte Weite das Bild. Neben der Offenheit ist die Erlebbarkeit des Flussraumes von großer Bedeutung. Aufweitungen und Flachwasserbereiche als auch ein Flussbad werden geschaffen, um eine Nutzungen möglich zu machen und die Zschopau in das Bewusstsein der Einwohner und Besucher zu bringen.
In dieser, durch die Hochwasserschutzmaßnahmen, artifiziellen Deichlandschaft setzen daher unterschiedliche Standpunkte Sichtbezüge, Achsen und Ausblicke. Auch direkt ans Wasser zu gelangen, ist am Zschopaubad und den anderen Badestellen möglich.