Fußgängerbereiche Altmarktgalerie Dresden und Dr.-Külz-Ring

Bauherr:
Altmarktgalerie Dresden KG,
Heegbarg 30, 22391 Hamburg
Partner:
Architekten: Noack Planung und Projektentwicklung GmbH
Planung:
LPH 1-9, 2000-2011
Fertigstellung:
in Abschnitten 2002, 2011

Bei der Entwicklung der Dresdner Innenstadt kommt dem Quartier Webergasse mit der Altmarktgalerie eine große Bedeutung als Nahtstelle zwischen der Prager Straße und der Dresdner Altstadt zu. Der Entwurf für die Fußgängerbereiche der Altmarktgalerie basiert auf den Vorgaben des Bebauungsplanes, innerhalb des Quartiers die historische Gassenstruktur – Webergasse, Scheffelgasse, Zahnsgasse, Tuchmachergasse – wieder herzustellen.

Gassen und Plätze
Stringente Strukturen von Gassen und Plätzen vermitteln klare Raumfolgen, die durch die Verwendung hochwertiger Materialien und moderner Ausstattungselemente definiert und unterstützt werden. Die Gassen erhalten durch die Verwendung großformatiger Natursteinplatten aus Granit ein einheitliches Erscheinungsbild. Sandsteinplatten und Seifenpflaster stehen im farblichen Kontrast zum Granit und markieren die Plätze. Das geschnittene Baumdach aus Hainbuchen verleiht der Piazetta mediterranen Charme.
Ein ruhiger Ort mit vier Eichen lädt zum Verweilen ein und lässt die Inszenierung von Kunst zu. Schirmförmig  gezogene Amelanchier bereichern mit Ihrem zauberhaften Habitus ausgewählte Freiräume.
Gabionen,  mit Sandsteinen aus der archäologischen Ausgrabung historischer Keller gefüllt, zeichnen die  künftige Bebauungsstruktur des Bebauungsplanes vor und ermöglichen gleichzeitig ein Transportieren von Geschichte an diesem innerstädtischen Ort.  Ein Stück Dresden wird für die Zeit des Überganges der Realisierung künftiger Bebauung aufbewahrt.

Ein Glaskubus gewährt vom Außenraum Einblicke in erhaltene historische Kellergewölbe und wird ergänzt durch die Präsentation von Stadtmodellen in Bronzeguss auf Ortbetonsockeln.

Wohnhöfe
Angrenzende vorhandene Wohnhöfe sind gestalterisch integriert. Der vorhandene Baumbestand wird erhalten und in die Gestaltung einbezogen. Modernes Spielgerät setzt farbliche Akzente. Auch im Bereich des Wohnhofes ist es möglich alte Stadtstrukturen aufzuzeigen. Der aufmerksame Betrachter wird Bänder aus Cortenstahl, die ehemalige Flurstücksgrenzen der mittelalterlichen Stadt nachzeichnen, erkennen.  Damit erfüllt diese Fläche sowohl ihren Anspruch auf eine öffentliche Fläche zum Betrachten, als auch eine halböffentliche zum Benutzen durch die Bewohner.