Studie zur Ausformulierung eines Grünzuges im Bebauungsplan 31 Dresden Leubnitz-Neuostra

Bauherr:
Stadt Dresden, Stadtplanungsamt
Partner:
Hydraulische Planungsgrundlagen: VCDB
Planung:
2015

VARIANTE A – OFFENES WASSER

Die geometrische Formensprache dieser Variante wird aus bestehenden örtlichen Bezügen abgeleitet.
Dichte Pflanzungen von standortgerechten Feldgehölzen bilden natürliche Rückzugsräume und formen die Parkfigur. Birken stehen frei in der offenen Flur. Sie bilden mit ihrer transparenten Erscheinung einen Kontrast zu den kompakten Paketen.
Eine untersuchte Einstautiefe des oberen Beckens von 2 Metern resultiert in einer Größe von 1000m². Das Wasser fließt von dort oberirdisch durch den gesamten Grünzug bis zum Hauptbecken an der Alttornaer Straße. Es zeichnet so temporär erlebbar eine feine Spur in den Freiraum.

VARIANTE B – STREUOBSTWIESE

Die Obstwiese als lokal häufig vorkommende Grünraumtypologie prägt den Ort. Eingebettet wird eine organisch natürliche Wegeführung im Stile eines Landschaftsgartens. Der locker und lichte Charakter der Setzungen lässt die Blicke in die Umgebung zu und schützt die Freikuppe. Das starke Motiv bildet mit seinen jahreszeitlichen Aspekten (Blüte, Obsternte, Herbstfärbung, Habitus der Gehölze im Winter) eine Identifikationsmöglichkeit für umliegende Quartiere. Entlang der Wege liegen, zusätzlich zum Hauptbecken, vier 60 cm abgesenkte Bereiche. Eine geringe Einstautiefen zieht größere Flächen als in Variante 1 nach sich (3300m²). Es kann auf eine Einfriedung verzichtet werden. Die vier Retentionsbecken sind über unterirdische Rigolen miteinander verbunden und münden in das große Hauptbecken.

VARIANTE C – OFFENLAND

Primär definiert sich diese Variante als Freiraumentwurf ohne sichtbares Wasser. Eine Geländemodellierung terrassiert den Grünzug und ermöglicht eine verstärkte Profilwarnehmung. Die modellierten Bereiche schieben sich aus dem abfallenden Niveau heraus. Um dem Offenlandcharakter gerecht zu werden, sind ausschließlich Gräsern und flache Gehölze in großer Quantität gepflanzt. Unter den Pflanzungen wird ein Rigolensystem eingesetzt um das Regenwasser kontrolliert abzuführen.