Studie zur Wiederherstellung des Grünzuges Neißedamm

Bauherr:
Staaatsbetrieb sächsisches
Immoblien- und Baumanagement
Niederlassung Bautzen
Planung:
2005

Der ca. 440 m lange Grünzug “Neißedamm”, auch als “Neißepromenade” und “Badedamm” bezeichnet, wurde unter Fürst Hermann von Pückler-Muskau als Kutschfahrweg angelegt und stellte ab den 1820er Jahren als wichtigste Funktion die Verbindung des Badeparkes mit dem Schlosspark her. Der Neißedamm erstreckt sich vom südlich der Stadt Bad Muskau gelegenen Badepark entlang der Neiße in nördliche Richtung bis zum Promenadenweg (approach) und zum Zugang des Wirtschaftsgeländes. Da der Promenadenweg direkt zum Neuen Schloss führt, gehört auch der nördliche Neißedamm zu den Hauptzugängen zum Muskauer Schloss. Die Neißebrücke teilt den Neißedamm in einen ca. 320 m langen südlichen und in einen ca. 120 m langen nördlichen Bereich.

Ziel der Studie ist die Untersuchung der Wiederherstellung des Neißedammes für den zu erwartenden Rückbau des Grenzüberganges Bad Muskau nach Wegfall der Grenzkontrollen durch Inkrafttreten des Schengener Abkommens für Polen (frühestens 2007). Dabei ist die Wiederherstellung der optischen Verbindung des südlichen und nördlichen Neißedammes an seinem “Störungsbereich” am Brückenkopf der Neißebrücke und die Herstellung der freien Durchgängigkeit für Besucher von besonderer Bedeutung. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die zukünftige Entwicklung und funktionale Neuordnung des Bereiches des derzeitigen Grenzüberganges gelegt, wobei hier die Erschließung und Besucher-
führung als Hauptzufahrt zum Muskauer Park von der Görlitzer Straße und von der Clara-Zetkin-Straße untersucht wird.